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Dieses tropische Gewürz war schon vor 3000 Jahren im hochkultivierten China als Gewürz- und
Arzneipflanze bekannt und sehr begehrt. Erst sehr spät kam Sternanis nach Europa.
Während unsere einheimische Anispflanze ein einjähriges Doldengewächs ist und mehr einer
Kräuterpflanze ähnelt, ist Sternanis die Frucht eines asiatischen Baumes. Diese immergrünen
Magnolienbäume werden bis zu 10 m hoch und bilden zypressenartige Wälder.
Sternanis duftet wie unser Anis, aber sein Aroma und Geschmack sind voller, feuriger und schwerer.
Sternanis gibt es gemahlen oder als ganze Sterne zu kaufen; letztere sind luftdicht verschlossen
sehr lange haltbar, im Gegensatz zum Pulver, das sein Aroma schon bald verliert. Im schwarzen
Tee oder Glühwein entfaltet er sein süsslich-gewürzhaftes Aroma besonders. Zudem ist er ein
ausgezeichnetes Fleischgewürz, passt insbesondere zu Schweinefleisch, Poulet oder Ente und
kann anstelle von Pastis für Saucen zu Fisch und Meerfrüchten verwendet werden.
Übrigens: In Japan wird eine verwandte, aber als Gewürz nicht verwendbare Art Sternanis in den
Tempelbezirken und um Grabstätten angepflanzt. Die wohlriechende Rinde verwendet man als
Räucherwerk bei kultischen Handlungen. Die Früchte des Japanischen Sternanis sind sehr giftig!
Zum Ausprobieren: Geeiste Tomatenessenz mit Sternanis > sommerabend