![]()
Die Vanille gilt als "die Königin der Gewürze". Schon die englische Königin Elisabeth I. war vor rund
400 Jahren darauf gekommen, dass mit Vanille alles besser schmeckt. Hugh Morgan, ihr Apotheker,
würzte den Pudding ihrer Majestät mit dem exotischen Gewürz. Er hatte die kostbaren Schoten von
englischen Piraten erhalten. Danach weigerte sich Elisabeth I. irgend etwas zu trinken oder zu essen,
das nicht nach Vanille schmeckte.
Die Vanillepflanze ist eine Kletterorchidee, die sich an einem Baum
oder Pfahl mit Lianen hochschlingt. Hat sich die Vanille einmal hoch-
gerankt, sterben die Bodenwurzeln ab, denn die Pflanze ist in der Lage,
sich ausschliesslich von der nährstoffreichen Tropenluft zu ernähren!
Vier Jahre lang braucht jede Vanillepflanze, bis sie zum ersten Mal
Früchte trägt. Einige Wochen lang ist Blütezeit, aber jede gelbgrüne
Orchideenblüte blüht nur einmal wenige Stunden am Vormittag. Ein
Plantagenarbeiter bestäubt mit seinem Bambusstäbchen etwa 1000
Blüten an einem Tag. Die Ernte ist ein halbes Jahr später. Dann pflückt
man die fast noch grünen Vanilleschoten kurz vor der Reife, ehe sie
aufplatzen. Diese grünen Früchte weisen selbst so gut wie keinen
Geschmack auf und müssen in arbeitsintensiven Verfahren mehrfach
bearbeitet werden, damit sie sich zu einem aussergewöhnlichen Produkt entwickeln können.
Die ursprüngliche Vanille-Heimat ist Mexiko. Hauptanbaugebiete sind heute Madagaskar und Reunion.
Geringe Mengen kommen auch aus Tahiti. Die beste Qualität erhält man mit der Bourbon-Vanille.
Vanille lässt sich hervorragend mit Fisch und Meeresfrüchten kombinieren, wie zum Beispiel mit
Crevetten auf Balsamico-Vanille-Linsen > zu viert