![]()
Zimt stammt aus Sri Lanka und ist die von der Aussenborke befreite Innenrinde des Zimtbaumes.
Es ist eines der ältesten tropischen Gewürze der Welt, schon 3000 v.Chr. wurde es in chinesischen
Schriften erwähnt. Der berühmte Arzt des Altertums, Hippokrates, hebt um 500 v.Chr. seine medi-
zinische Bedeutung hervor, und der römische Kaiser Vespasian weihte den Göttern vergoldete
Zimtkränze und auf den üppigen Gastmählern dieser Zeit spielte Zimt als Gewürz, Arznei, Parfüm
und als Räucherwerk eine grosse Rolle. Ein Zimtbaum (Bild links)
kann bis zu 200 Jahren alt und 10 bis 20 m hoch werden. Er treibt
sein ganzes Leben lang neue Äste aus. Die Blätter sehen denen
des Lorbeers ähnlich, da die Gattung Cinnamomum zur Familie der
Lorbeergewächse gehört. Zimt wird in Plantagen angebaut. Die
Bäume wachsen nicht bis zu ihrer potentiellen Größe aus, da sie bei
der Ernte regelmäßig abgeschnitten werden. Der Zimt kann aus dem
Stock neue Äste austreiben. Ein Baum kann ab dem dritten Jahr ab-
geerntet werden. Die Ernte findet jeweils direkt nach der Regenzeit
statt, weil dann die Rinde frisch und feucht ist und leicht abgezogen
werden kann. Die abgeernteten Äste werden über Nacht in Matten
aufbewahrt, wodurch eine natürliche Fermentation einsetzt, die zu Geschmacksentwicklung beiträgt.
Der hochwertige Ceylonzimt wird oft gleich als Zimtstange verwendet. Der etwas minderwertigere
Chinazimt kommt oft als Zimtpulver in den Handel.
In der europäischen Küche ist der Zimt ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtsbäckerei und wird eher
zur Zubereitung von Süßspeisen benutzt. In anderen Kulturkreisen ist der Zimt aber oft auch ein Gewürz
für Fleischspeisen und Teil vieler Gewürzmischungen wie z.B. der Garam Masala - Mischung aus Indien.